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Dreimal ein Büsi verloren, dreimal mit Fahrerflucht

Von Susanne Bucher. Aktualisiert am 09.02.2012 1 Kommentar

Am helllichten Tag gerät in Unterottikon eine Katze unter die Räder eines Autos und stirbt – der Lenker fährt trotz Zeugen einfach weiter. Die Frage, ob ihr Büsi leiden musste, lässt Conny Röösli seither nicht mehr los. Sie verlor drei Katzen innerhalb von 11 Monaten.

Conny Röösli ist froh, fünf weitere Katzen zu besitzen. Zum Beispiel den verschmusten Bambam. (Bild: Susanne Bucher)

Conny Röösli ist froh, fünf weitere Katzen zu besitzen. Zum Beispiel den verschmusten Bambam. (Bild: Susanne Bucher)

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Als Conny Röösli an einem Sonntagabend Mitte Januar nach Hause kommt, ahnt sie nichts Böses. Auch dann nicht, als zu später Stunde das Telefon klingelt und ihr Nachbar am Draht ist. Die Mitteilung, dass ihr Büsi überfahren worden sei, trifft sie schliesslich wie ein Schlag.

Der junge Kater wurde kein Jahr alt. «Flumsi war doch noch ein Baby», sagt Conny Röösli wehmütig. Flumsi hiess er, weil er mit vier Wochen in den Flumserbergen gefunden wurde – mit einem verletzten Auge und einem Nabelbruch. Über Umwege gelangte das Kätzchen zu einem Gossauer Tierarzt und schliesslich zu Conny Röösli. Sie verliebte sich sofort in den weiss-orange getigerten Kater mit dem tränenden Auge, der wild am Käfig rüttelte, als er sein zukünftiges «Mami» zum ersten Mal sah.

Flumsi war eine Frohnatur

Fortan brachte Flumsi Leben in die Unterottiker Bude. Er plagte seine fünf betagten Katzen­geschwister, klaute bei den Nachbarn Bratwürste und weigerte sich, die Regeln im Haus zu befolgen. «Er war ein kleiner Rambo, absolut lernresistent, aber gleichzeitig eine Frohnatur. Er brachte uns täglich zum Lachen», erzählt Röösli.

Am meisten beschäftigt die Katzennärrin die Frage, ob ihr Flumsi leiden musste. Die gleiche Ungewissheit plagte sie bereits vor einem Jahr, als Jimmy an derselben Strasse überfahren wurde und auch als Speedy im Herbst letzten Jahres plötzlich spurlos verschwand. Sie ist empört, dass der Lenker, der ihren Kater überfuhr, sich nicht bei ihr meldete. «Ich mache keinem Autofahrer einen Vorwurf, wenn er ein Büsi überfährt, das kann passieren, aber er hätte es mir melden sollen.» Schliesslich trug die Katze ein Halsband mit ihrer Telefonnummer und war gechipt.

Laut Christine Künzli, Rechtsanwältin bei der Stiftung für das Tier im Recht, ist die Rechts­lage klar: «Der Autolenker hat bestimmte gesetzliche Pflichten. Er muss alles daran setzen, den Besitzer des verletzten oder getöteten Tiers zu informieren.» Ist das nicht möglich, muss er die Polizei benachrichtigen.

Aussteigen ist Pflicht

«Zudem hat er die Pflicht, auszusteigen und nachzuschauen, wie es dem Tier geht. Wenn man ein verletztes Tier einfach seinem Schicksal überlässt, kann dies den Tatbestand der Tierquälerei erfüllen», sagt Künzli. Lebt das Tier noch, soll sich der Autofahrer am besten an einen Tierarzt wenden.

Doch Recht und Praxis klaffen weit auseinander. «Einem Lenker fehlbares Verhalten nachzuweisen, ist fast unmöglich», sagt Martin Sorg von der Medienstelle der Kantonspolizei Zürich. «Denn der Autofahrer kann sich – bei einem Unfall mit Katzen – anders als bei Wild­tieren – darauf berufen, es nicht gemerkt zu haben.»

Seit Flumsi nicht mehr lebt, ist es im Haus von Conny Röösli unerträglich still geworden. «Er hinterlässt eine grosse Lücke», sagt sie und ihr ist schmerzlich bewusst: Auch der erhoffte Anruf des Autolenkers kann ihr Flumsi nicht zurückbringen. (regio.ch)

Erstellt: 08.02.2012, 19:17 Uhr

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1 Kommentar

Doro Huber

10.02.2012, 08:13 Uhr
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Uns erging es ebenso. Unsere Katze, eine wunderschöne schneeweisse Katze, wurde überfahren und der Autolenker kümmerte sich nicht um sie. Eine Nachbarin machte uns darauf aufmerksam das unsere Katze tot am Strassenrand lag. Sie hatte ebenfalls ein Halsband mit Tel.Nr. angehabt. So rücksichtslos wird hier bei uns durch den Ort gebrettert. Vielen Dank für den Ausbau der Rennstrecke. Antworten



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Kennzahlen Gemeinde

Bevölkerung

Einwohner 9187
Einwohner pro km2 502.8
Einwohner Entwicklung 12.4
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Ausländeranteil 10.5%
Anteil Einwohner 0-19 26.5%
Einwohneranteil 20-64 62.5%
Einwohneranteil 64+ 11%
Anzahl Privathaushalte 3392
Anzahl Personen pro Haushalt 2.5

Wähleranteile in % (Nationalratswahlen)

Hauptsprache

Häufigste Deutsch 92,4%
Zweithäufigste Italienisch 2,0%
Dritthäufigste Portugiesisch 1,2%

Fläche

Fläche 18.3 km2
Anteil Siedlungsfläche 17.9%
Anteil Landwirtschaftsfläche 67%
Anteil Wald und Gehölze 14.2%
Anteil unproduktiver Fläche 0.8%

Bildungsstand (25-64-Jährige)

Ohne nachobligatorische Ausbildung 14.4%
Sekundarstufe II 58.7%
Tertiärstufe 23.3%

Arbeit

Erwerbsquote (15-64-Jährige) 81.8%
Arbeitslosenquote (Jahresdurchschnitt) 1.38%
Beschäftigte im 1. Sektor 327
Beschäftigte im 2. Sektor 922
Beschäftigte im 3. Sektor 1045
Betriebe im 1. Sektor 72
Betriebe im 2. Sektor 99
Betriebe im 3. Sektor 243

Wohnen

Wohndichte (Bewohner pro Wohnraum) 0.58
Wohneigentumsquote 53%
Neu gebaute Wohnungen je 1000 Einwohner 2.4
Leerstehende Wohnungen in % des Wohnungsbestandes 0.71%

Mobilität

Benutzer öffentlicher Verkehrsmittel 18.3%
Privatwagenbenutzer 53.2%
Wegpendler in andere Gemeinde in % der erwerbstätigen Einwohner 70.3%

Quelle: Bundesamt für Statistik (BFS), Website Statistik Schweiz

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