Zwei «Pfarrwahlen» innert zwei Wochen
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Dieses Jahr steht bei den Gossauer Reformierten im Zeichen von Pfarrwahlen und -wechseln. Am 11. März steht die Urnenwahl von Johannes und Adelheid Huber an, die sich eine der zwei 100-Prozent-Stellen teilen. Zwei Wochen später befindet die Kirchgemeindeversammlung über die Wahl von Christian Meier, der ab August den in Pension gehenden Daniel von Orelli ersetzen soll.
Weshalb nicht beide Wahlen auf einen Schlag? Ein Teil der Erklärung lautet: «Es handelt sich nicht in beiden Fällen um tatsächliche Wahlen», so Hansjörg Herren, Kirchenpfleger und Präsident der Pfarrwahlkommission. Das Ehepaar Huber-Gerber wird am 11. März für die neue Amtsdauer 2012 bis 2016 an der Urne gewählt – ihre erste Urnenwahl im Kanton Zürich übrigens.
Im Fall von Christian Meier geht es in Wirklichkeit «um eine Wahlempfehlung für die Urnenwahl in vier Jahren», wie Herren erklärt. In beiden Fällen sei die Wahl unbestritten. Denn: «Die Pfarrwahlkommission ist mit ihren 18 Mitgliedern aus allen Altersschichten in der Gemeinde breit abgestützt und geniesst grosses Vertrauen», so Herren.
Pech mit dem Timing
Dass nicht gleich beide Pfarrstellen an die Urne kommen, hängt mit dem Timing und der Gesetzgebung zusammen. «Wir hätten Christian Meier einige Wochen vor der Urnenwahl an einer ausserordentlichen Kirchgemeindeversammlung zur Wahl vorschlagen und diese Versammlung auch noch vier Wochen vorher ankündigen müssen.» Dafür habe schlicht die Zeit nicht gereicht.
Damit ist der Fahrplan festgelegt: Pfarrer Meier hält am 25. März in Gossau den Gottesdienst. In der anschliessenden Kirchgemeindeversammlung wird über seine Anstellung befunden. Sein Amt soll er am 1. August, am Tag nach der Pensionierung von Daniel von Orelli antreten. Die Einsetzungsfeier ist auf den 23. September vorgesehen.
Für Christian Meier, der momentan noch in Strengelbach AG eine Pfarrstelle innehat, entschied sich die Kommission «weil er sehr gut ins Profil passt», so Herren. «Zudem ist er von seiner Persönlichkeit her eine gute Ergänzung zum Pfarrehepaar Huber.» Schliesslich spreche seine Praxiserfahrung für ihn. «Er war eigentlich gar nicht auf der Suche nach einer neuen Stelle», weiss Herren. «Jemand machte ihn darauf aufmerksam und so bewarb er sich dann doch.»
Zeit für Pfarrhausrenovation
Christian Meier ist verheiratet, hat drei Kinder und soll ein 100-Prozent-Pensum in Gossau übernehmen. Es sei vorgesehen, dass er mit seiner Familie anfangs August im Pfarrhaus Grüt einzieht, sagt Herren. Familie von Orelli zieht im Juni in eine Wohnung im Grüt, sodass das Pfarrhaus vor dem Pfarrwechsel noch einer kleinen Renovation unterzogen werden kann. (ZO/AvU)
Erstellt: 14.02.2012, 20:15 Uhr
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